Willkommen bei der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig (GGzL)

Der Vereinsvorstand der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig e.V. (GGzL) freut sich, Sie an dieser Stelle über laufende Aktivitäten informieren zu können.
Obwohl pandemiebedingt derzeit kein vollständiges Jahresprogramm für 2022 veröffentlicht werden kann, sind ab März 2022 drei monatliche Vortragsangebote in Vorbereitung.
Bitte beachten Sie, dass unsere Veranstaltungen bereits um 18 Uhr im Grassimuseum, Filmsaal, Johannisplatz 5–11. beginnen.

Des Weiteren möchten wir zur Kenntnis geben, dass in der Vorstandssitzung vom 21. Oktober 2021 die Verleihung des Preises der GGzL für die beste Masterarbeit mit geographischem oder raumbezogenen Fokus entschieden wurde. Nähere Informationen finden Sie dazu in unserer Rubrik: Preis der GGzL – Aktuelle Preisvergabe.

Um unsere Mitglieder der GGzL und weitere geographisch Interessierte über Vortragsangebote in Leipzig zu Themen mit geographischem Bezug zu informieren, führen wir an dieser Stelle eine entsprechende Rubrik ein, die Sie unter dem Auswahlpunkt Veranstaltungen – Leipziger Vortragsangebote finden.

VORTRAG: Afghanistan – das lange Scheitern eines Staates und das Scheitern der deutschen Afghanistan-Außenpolitik

Andreas Dittmann, Gießen

Dienstag, 28. Juni 2022, 18 Uhr
Grassimuseum, Filmsaal, Johannisplatz 5 – 11
Eintritt: 5 Euro, Mitglieder frei

Angesichts der anfangs, nach dem Fall des Taliban-Regimes, hochgesteckten Erwartungen für die weitere Entwicklung Afghanistans mögen sich heute so manche fragen: „Alles für die Katz?“ Der Vortrag versucht, die Entwicklungen zum heutigen Zustand des Failed State Afghanistan zu analysieren, weist auf die Fehler der internationalen Akteure als Teil einer verfehlten Politik hin, zeigt dabei jedoch auch das auf, was – medial deutlich unterbetont – zu den kleinen Erfolgen gehört. Dazu zählt die Alphabetisierung von Millionen afghanischer Schülerinnen.
Unter den neuen Machthabern in Afghanistan wird akademisches Überdauern zunehmend zu einer Frage des physischen Überlebens. Afghanistan-Engagement ist derzeit vor allem in den verschiedenen internationalen Programmen zur Rettung gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefordert.
Der Vortragende forscht seit 2002 in Afghanistan, hat den Nationalatlas des Landes herausgegeben und sich beim akademischen Wiederaufbau der Geowissenschaften an afghanischen Hochschulen engagiert.