Kathleen Hermans
Dienstag, 19. Mai 2026, 18 Uhr
Volkshochschule Leipzig, Aula, Löhrstraße 3–7
Eintritt frei
Umweltveränderungen prägen das Leben vieler Menschen – jeder dritte Mensch weltweit gilt als besonders verwundbar. Werden Böden unfruchtbar oder bleiben Niederschläge aus, sind bäuerliche Existenzen bedroht; jährlich werden mindestens 20 Millionen Menschen durch Extremwetter innerhalb ihrer Länder vertrieben. Abwanderung kann eine Überlebensstrategie sein, ist jedoch kein Automatismus: Nicht alle Menschen wollen gehen, und manche möchten es, können es aber nicht. Finanzielle Mittel, Netzwerke, Ortsverbundenheit und Institutionen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Vortrag ordnet ein: Wann wandern Menschen tatsächlich ab? Wie viele Menschen kommen zu uns? Und warum ist der Begriff „Klimaflüchtling“ irreführend?
Dr. Kathleen Hermans ist am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle (Saale) tätig. Sie erforscht, besonders in Zentralasien/Subsahara-Afrika, Zusammen-hänge von Umweltveränderungen und Migrationsentscheidungen.
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